10 Tage zeitlose Ostsee, hyggeliges Kopenhagen ab/bis Kiel vom 06 - 16.0926

Wer diesen Blog verfolgt, erinnert sich vielleicht noch, dass wir diese Reise auf der letzten Kreuzfahrt gebucht hatten, also bereits ein Jahr vorher. Zu unseren bisherigen Reisen gibt es nur einen Unterschied und zwar, dass wir diesmal nicht allein Reisen werden. Sabrinas Eltern werden uns begleiten.

Die Ostsee, das Baltikum und alle Ziele auf dieser Route sind für uns komplettes Neuland und dazu passend auch das quasi nigelnagelneue Schiff, die Relax, der Mein Schiff Flotte.



Hier mal die wichtigsten Fakten der Mein Schiff Relax:

  • Indienststellung: 03/25
  • Länge: ca. 333m
  • Breite: ca. 42,1 m
  • Bruttorraumzahl: 160.000 BRZ
  • Decks: 19
  • Kabinen: 2.016
  • Gästekapazität: 3.984 bei Doppelbelegung
  • Crew: ca. 1350
  • Max. Geschwindigkeit: ca. 21,5 Knoten
  • Flagge: Malta
  • Antrieb; Flüssiggas (LNG)
  • Bars & Lounges: 17
  • Restaurants: 14



Vorbereitungen

Für Kreuzfahrten muss man sich nicht unbedingt viel vorbereiten und das sehen wir auch als Vorteil an. Also buchen wir frühzeitig ein Hotel in Kiel, da wir bei so langer Anfahrt(6h mit dem Zug) so auf der sicheren Seite sind. Wir entscheiden uns für das Steigenberger Conti Hansa. Der Hauptgrund für unsere Entscheidung ist die ideale Lage zum Kreuzfahrt Anleger. Außerdem buchen wir die hinfahrt mit der Bahn in der 1. Klasse. Die Rückfahrt hatten wir bereits zusammen mit der Kreuzfahrt über die Reederei gebucht, da es sich um ein flexibles Ticket handelt.

Ein wichtiger Teil für unseren Kreuzfahrten ist die Landausflugsplanung. Wir haben uns für drei Landausflüge entschieden, die wir direkt gebucht haben. Das ging diesmal ca. ein halbes Jahr vor der Reise. 
  • Sigulda, die lettische Schweiz und Riga ca. 8h
  • Marienburg und Danzig im kleinen Kreis 4h
  • Besuch der Inselfestung Suomenlinna in Helsinki 4h
Sabrinas Eltern begleiten uns auf den letzten beiden Ausflügen. Sie haben noch zwei andere Ausflüge in Riga und Tallinn gebucht. Wir erkunden Tallinn allein und auf eigene Faust und Kopenhagen dann gemeinsam individuell.

Wir haben noch ein paar Kleinigkeiten über Tui gebucht z.b. Internetzugang, eine Burlesque Show und eine kleine Überraschung für Sabrinas Eltern.

Seid letztem Jahr mag uns die DB irgendwie nicht mehr. Da wurden uns ja viele Züge gestrichen und auch dieses mal bleiben wir nicht verschont. Ca. 2 Monate vor der Reise schaue ich in der DB Navigator App und stelle mal wieder fest, dass unsere Verbindung gestrichen wurde. Wir hatten uns nämlich eine gute Verbindung über Hannover ausgesucht, so dass wir den Umstieg in Hamburg und die Weiterfahrt in einem RE vermeiden konnten. In der App kann man ja zum Glück unkompliziert eine neue Verbindung suchen und auswählen. Wir können ja in dem gleichen Zug wie vorher sitzen bleiben und bis Hamburg durchfahren. Leider konnten wir unsere Sitzplatzreservierung nicht auf die ganze Strecke erweitern, dank einer Fehlermeldung. Also fahren wir kurz in die Stadt zum Hauptbahnhof ins DB Reisecenter und lassen uns eine Ersatz-Reservierung geben.

Das packen für diese Reise gestaltete sich nicht als so einfach. In Deutschland ist es noch Hochsommer und die Wettervorhersage für die Route stimmte uns auf Herbst ein. Also wurden es statt Sommer Klamotten, Übergangsjacke und Regenjacke, lange Hosen und Schirme.

05.09.26 Anreise nach Kiel

Unser Zug geht heute gegen 07:20 Uhr. Also wollen wir schon um 6 Uhr das Haus verlassen. Beim Blick aus dem Fenster müssen wir feststellen, dass uns Nürnberg mit Regen verabschieden wird. 
Wir verabschieden uns ausgiebig von unserem Stubentiger Balou und lassen ihn in guten Händen zurück.
Wegen des Wetters nehmen wir den Bus zur U-Bahn und fahren zum Hauptbahnhof. Dort angekommen, kaufen wir uns noch eine Kleinigkeit zum Frühstücken und gehen zum Gleis.

Und manchmal ist die Großstadt doch wie ein Dorf. Wir stehen am Gleis und warten auf den Zug. Da kommt ein Mann auf uns zu und ich kneife die Augen zu, blinzle etwas und denke: Der kommt mir bekannt vor. Und da dämmert es mir: Es ist mein Arbeitskollege.

Wir plaudern kurz und wie es der Zufall will, werden wir auch im gleichen Zug sitzen.

Der Zug ist pünktlich und die Fahrt bis Hamburg ist unspektakulär. Leider haben wir ca. 5 Minuten Verspätung. An sich sind diese 5 Minuten kein Problem, aber wir haben nur eine Umsteigezeit von 11 Minuten und müssen von Gleis 11 auf  Gleis 7 I-G. Wir finden uns schon damit ab, diesen Zug nicht zu erwischen, aber irgendwie rennen alle anderen Kreuzfahrer zu dem Zug, also probieren wir auch unser Glück. Wir haben nur nicht damit gerechnet, dass hier keine Rolltreppen funktionieren. Also heißt es erstmal die Treppen rauf mit den schweren Koffern und bei dem anderen Gleis wieder runter damit. Dann müssen wir natürlich noch im Stechschritt fast bis zum Ende des Gleises laufen. Wie durch ein wunder wartet der RE auf die Reisenden und wir schaffen es gerade noch so in den Zug.
Der Zug ist sehr voll und alle tummeln sich in der nähe der Treppen. Durch unser 1. Klasse Ticket dürfen wir auch in den oberen Bereich der 1. Klasse und dieser ist so gut wie leer und wir können die eine Stunde fahrt entspannen, denn der Sprint eben war doch anstrengend.
Die Fahrt ist auch angenehm und das Wetter wechselt immer wieder von Sonne zu Regen.

In Kiel angekommen regnet es leicht. Wir haben keine Lust uns zu zu Fuß zum Hotel navigieren zu lassen, auch wenn es nicht weit ist.
Also gehen wir zum Bahnhof raus und suchen uns ein Taxi. Als ich dem Fahrer unser Ziel nenne, ist er sehr unfreundlich und knallt unsere Koffer in den Kofferraum und murmelt irgendwas unverständliches.
Am Hotel angekommen passiert praktisch das Gleiche: er schmeißt uns förmlich die Koffer vor die Füße, sammelt das Geld ein und ist weg.
Wir stehen kurz fassungslos da und gehen rein.
Und zu unserer Überraschung sehen wir auch Sabrinas Eltern schon an der Rezeption stehen.
Da der Checkin erst ab 15 Uhr möglich ist, geben wir nur unser Gepäck ab und wollen eigentlich in die Stadt gehen. Durch den starken Regen warten wir erstmal in der Lobby, bis er aufhört.

Dann schlendern wir ein wenig durch die Altstadt und suchen uns ein Restaurant in dem wir einkehren können. Ein Steakhaus lockt uns an, in dem wir gut essen.


 


Nachdem Essen laufen wir zum Hotel zurück und beziehen unsere Zimmer. Wir ruhen uns noch etwas nach der langen und anstrengenden Anreise aus.


Blick vom Hotel Flur auf die Aida Nova
 
Gegen 17 Uhr gehen wir die paar Meter rüber zum Anleger und wollen das Auslaufen der Aida Nova ansehen. Leider regnet es wieder und wir stellen uns bei dem Terminal unter und schauen uns ein wenig das Schiff beim verlassen des Hafens an.
 


Zum Abschluss des Abends trinken wir noch einen Cocktail in der Hotel Bar und stoßen auf die bevorstehende Reise an.

06.09.26 wir entern das große Schiff

Wir treffen uns alle gegen 09:30 Uhr an der Rezeption zum auschecken. Irgendwie kam das Hotel mit unseren Namen durcheinander und der Angestellte war genervt und nicht mehr so freundlich wie Gestern.
Jetzt teilen wir uns etwas auf: Sabrinas Eltern bringen ihr Auto zum gemieteten Parkplatz und wir geben unser Gepäck am Terminal ab. Während wir auf die Rückkehr der beiden warten, spazieren wir etwas am Hafen entlang. Dort entdecken wir den Außenbereich des kleinen Schiffahrtsmuseums. Hier kann man verschiedene kleine Schiffe betreten und erkunden. Das nutze ich auch gleich aus.
 
Wir können schon mal einen ersten Blick auf unser fahrendes Hotel werfen
 





Als Sabrinas Eltern Zurück kommen, schauen wir uns auch im inneren des Museums um. Der Eintritt ist umsonst. Es ist interessant und lohnt sich für einen kleinen Rundgang.
 



Danach gehen wir langsam zum Schiff zurück, denn unsere checkin Zeit von 13 Uhr rückt immer näher.
 



 
 
Wir reihen uns in die lange Schlange ein und warten, bis es los geht. Und währenddessen bekommen wir die SMS, dass unsere Kabine Bezugsfertig ist.
Als es dann los geht, geht es recht flott voran und schon stehen wir vor einem Tui Mitarbeiter und müssen den Schiffspass und den Personalausweis vorzeigen. Außerdem wird ein Foto gemacht und ein paar Gesundheits fragen werden gestellt. Die kannten wir noch nicht.
 
Wir machen nun langsam die ersten Schritte auf die Mein Schiff Relax und staunen über die Höhe und Größe des Schiffes. Unser erster Weg führt uns zur Kabine, um unser Handgepäck und die Jacken abzulegen. Unsere Koffer stehen schon vor der Tür und die Bordkarten sind auch schon da. Sabrinas Eltern müssen noch etwas auf Ihr Gepäck warten.
 
Kabine 11159 Backbord mittig




Blick von unserem Balkon aus

 
Wir haben großen Hunger und wir begeben uns ins Habour Market auf Deck 16. Das ist das größte Buffett Restaurant hier an Bord.
Danach geht es erstmal zurück auf die Kabine, um unsere Koffer in Ruhe auszupacken.
Und jetzt ist es endlich Zeit für eine erste erkundungstour durchs Schiff.
 
 

















 Am frühen Abend besorgen wir uns Cocktails, um das Auslaufen auf unseren Balkonen gemeinsam zu verfolgen. Leider sieht man von der Backbord Seite nicht ganz soviel, also gehen wir an Deck und Steuerbord.
Hier ist es toll, ein DJ spielt gute Musik und eine Bar Angestellte geht rum und bietet den Gästen Sekt an.
So ist das Auslaufen an diesem milden Herbst Abend noch angenehmer und es gibt immer wieder was zu schauen. Es ist einfach wunderbar entspannt und ein toller Start für diese Reise.
 
 
 
 

Marine-Ehrenmal Laboe

U-Boot-Ehrenmal Möltenort in Heikendorf am Ufer der Kieler Förde



Zum Abschluss setzen wir uns noch in die D4 lounge und trinken noch einen Cocktail. 


07.09.26 1. Seetag

Seetage sind ja zum Entspannen da und ausruhen da. So halten wir es auch und beginnen damit, länger liegen zu bleiben.
 
 
Vor dem Mittagessen hören wir uns noch einen Lektorenvortrag über die Städte Riga und Tallinn an. Er ist vor allem geschichtlich sehr interessant, aber dadurch für mich etwas langatmig.
 
 
Danach gehen wir direkt in das griechische Restaurant Taverna Dionysos. Dieses Restaurant befindet sich auf Deck 5 und ist mit Bediegung.
Als erstes wird uns Fladenbrot mit verschiedenen Dips gereicht und danach bestellen fast alle Gyros mit Pommes. Uns schmeckt es, es könnte nur etwas wärmer sein.

 
Wir erkunden noch etwas weiter das Schiff.
 
 
  
 






Wir ruhen uns zwischendurch auch mal auf dem Balkon aus. Hier zu sitzen und auf das Meer zu blicken, ist einfach entspannend.
Und dann kommt eine Durchsage vom Kapitän, dass gleich eine Notausschiffung mit dem Rettungshubschrauber erfolgen wird. Er bittet darum, keine Foto- und Videoaufnahmen davon zu machen. Traurig genug, dass man darauf heutzutage hinweisen muss. Denn wenn ein Passagier ausgeflogen werden muss, dann kann es sich nur um einen ernsten Notfall handeln. Der Hubschrauber fliegt auf unserer Seite das Schiff an und ist recht laut. Da bekommen wir direkt eine Gänsehaut.

Wir schauen uns noch einen kurzen Vortrag über gesunde Ernährung in der D4 Lounge an. Der ist kurz und bündig und mit einer Prise Humor unterlegt. Nur schade, dass er so schlecht besucht ist.
 

Am frühen Abend begeben wir uns ins Theater und besuchen die Crew-Show. Hier stellt der Kapitän Vito (seinen Namen kann ich weder aussprechen, noch schreiben) sich und seine hochrangigsten Mitarbeiter vor. Und überraschend beginnt er die Show mit einem E-Gitarren Solo.



Danach besuchen wir die kostenpflichtige Captains Bar. Die Cocktails wurden von der deutschen Cocktail-Weltmeisterin kreiert und sind einmalig – inklusive etwas Show.



 
Das  war ein schöner Abschluss des Tages. Da sieht man, dass Seetage auch abwechslungsreich und nicht langweilig sein müssen.

08.09.26 Sigulda, die lettische Schweiz und Riga

Heute ist es endlich soweit und unser erster Hafentag ist gekommen. Wir betreten heute erstmals lettischen Boden.




Ausblick beim Frühstück


Wir haben heute einen langen Ausflug in die lettische Schweiz und nach Riga gebucht. Sabrinas Eltern werden sich Riga allein ansehen.

Da die Liegezeit hier nicht so lange ist, beginnt der Ausflug schon um 8 Uhr. Also stellen wir uns beizeiten einen Wecker, damit wir uns in Ruhe fertig machen und noch eine Kleinigkeit essen können.

Unseren Bus finden wir direkt. Jeder Bus ist mit einer Busnummer und dem Namen des Ausfluges gekennzeichnet. Die Busnummer steht dann auch etwa zwei Tage vor dem Ausflug in der App.

Wir fahren pünktlich in Richtung Gauja-Nationalpark, dem Mittelpunkt der lettischen Schweiz, los. Die Fahrt dauert ca. eine Stunde und schon hier sehen wir, wie viel Wald es hier gibt.



Lettische Nationalbibliothek in Riga, die oft auch als „Schloss des Lichts“ bezeichnet wird

Unsere lettische Reiseleiterin erzählt uns viel Interessantes über ihre Heimat.Unser erster Stopp ist das Neue Schloss von Sigulda. Hier haben wir kurz Zeit für Fotos.






Direkt in der Nähe liegt die Burgruine einer Ordensburg. Hier haben wir ca. 30 Minuten Zeit, uns umzusehen. Ich finde es ganz interessant hier. Ich mag Ruinen und finde es schade, dass die Zeit hier so kurz bemessen ist.


















Nun müssen wir wieder in den Bus steigen. Nach einer kurzen Fahrt halten wir am Turaida-Museumsreservat. Das ist eine Art Freilichtmuseum mit einer Größe von ca. 42 Hektar und verschiedenen Highlights, die wir uns ansehen werden:

  • Burg Turaida
  • Holzkirche von Turaida aus dem Jahr 1750
  • Dainu kalns – der Volksliederskulpturenpark
  • und eine große, gepflegte Parkanlage

Unsere Reiseleiterin geht mit uns die einzelnen Ziele entlang und erzählt uns interessante Details. Zum Beispiel gibt es beim Volksliederskulpturenpark eine Tafel, an der die Volkslieder abgespielt werden können. Sie erzählt uns von den Liedern, der Sprache und den zugehörigen Tänzen. Hierbei berichtet sie auch, wie sie und ihre Familie solche Bräuche handhaben.

Gerade solche Geschichten sind ein Teil dieser Ausflüge, die uns auch faszinieren. Man sieht nicht nur die Sehenswürdigkeiten an sich, sondern taucht noch ein wenig in die Hintergründe ein.










Blick auf die Burg von Truaida




Unser letztes gemeinsames Ziel in diesem Park ist die Turaida-Burg mit ihrem markanten roten Turm. Nach einer kurzen Erklärung zur Burg haben wir noch etwas Freizeit für uns, bis wir uns wieder mit der Gruppe am Bus treffen.

Wir schauen uns noch etwas um, machen noch ein paar Bilder und spazieren auf dem direkten Weg zum Ausgang. Hier schauen wir noch in die Souvenirshops und nehmen den ersten Kühlschrankmagneten mit.











Nach den vielen neuen Eindrücken sind wir schon richtig hungrig geworden. Nachdem alle wieder vollzählig zum Bus zurückgekehrt sind (ich finde es erstaunlich, dass unsere Reiseleiterin die 40 Schäfchen zusammenhält und keines verloren gegangen ist oder zu spät kam), fahren wir zu einem Gasthaus und bekommen ein inkludiertes Mittagessen.

Es besteht aus einem Salat als Vorspeise und einem Gulasch mit Kartoffeln. Wer mag, kann auch lettisches Bier bestellen. Es war alles wirklich lecker.




Jetzt fahren wir zurück nach Riga und bekommen noch einen kleinen Rundgang durch die Innenstadt.


Die Oper



Das Freiheitsdenkmal








Das Russische Theater Riga, umgangssprachlich auch Russisches Theater oder RTR genannt, ist ein russischsprachiges Theater in Riga, Lettland und ist das älteste russische Drama-Theater außerhalb Russland





Dom zu Riga









Wir haben am Marktplatz ungefähr eine Stunde Freizeit und suchen noch die Skulptur der Bremer Stadtmusikanten (das war ein Geschenk der Hansestadt), kaufen die berühmte Schokolade aus Lettland, einen weiteren Kühlschrankmagneten und suchen wieder den Treffpunkt auf.

Das Schwarzhäupterhaus



Das Rathaus


Schwarzhäupter Haus



Hier soll man versuchen so hoch wie möglich zu kommen und die Nase des Tieres berühren



Danach geht es wieder zum Schiff.

Es war ein schöner, abwechslungsreicher Tag mit herrlich sonnigem Wetter. Wir sind froh, diesen Ausflug gebucht zu haben, denn die Stadt Riga hat uns jetzt nicht so gut gefallen und so hatten wir noch etwas von der Umgebung.

Von unserem Balkon aus beobachten wir noch kurz das Auslaufen.





Zu Abend essen wir eine Kleinigkeit und trinken noch einen Absacker.

09.09.26 - Tallinn, die Perle der Ostsee

Unser fahrendes Hotel legt heute in Tallinn an. Heute haben wir keinen Ausflug gebucht und gehen individuell von Bord.

Die folgenden Bilder wurden teilweise vom Balkon aus und bei einem Rundgang an Deck aufgenommen

















Sabrinas Eltern haben einen Altstadtspaziergang über die Reederei gebucht.

Da die Relax am späten Vormittag anlegt, müssen wir diesmal nicht so früh aufstehen, aber wir nehmen den ersten Shuttle-Bus. TUI bietet bei ihren Kreuzfahrten in vielen Städten Shuttle-Busse an, die den ganzen Tag zwischen dem Schiff und der jeweiligen Stadt verkehren.

Man zeigt beim Einsteigen nur seine Bordkarte und der Preis dafür wird auf dem Bordkonto vermerkt.

Wir bekommen beim Einsteigen eine Karte von Tallinn und werden nahe der Altstadt rausgelassen. Hier laufen wir auch erst einmal etwas herum.












Das Rathaus

Und jetzt geht langsam der Aufstieg in die Oberstadt los und führt uns auf den Domberg.



Jetzt kommt sogar ein wenig die Sonne hervor. Aber obwohl der Anstieg nicht so schlimm ist, ist er doch anstrengend. Die Pflastersteine tragen in alten Städten ihren Teil dazu bei.

Am Domberg angekommen, schauen wir uns ein wenig um.


Alexander-Newski-Kathedrale


Estnisches Ritterhaus

Schloss Toompea - Sitz des Parlamentes

Deutsche Botschaft



Und jetzt geht es weiter zur Burg von Tallinn.












Und langsam geht es wieder zurück in die Unterstadt.


Freiheitsdenkmal des Unabhähgkeitskrieges










Eigentlich hatten wir überlegt, hier irgendwo etwas zu essen, aber entweder schrecken uns die Preise ab oder bei den Restaurants sind außen gar keine Preise angeschrieben. Also verwerfen wir unsere Idee wieder.


Uns reicht es langsam und wir machen uns auf den Rückweg zum Shuttle. Unterwegs wird noch der obligatorische Kühlschrankmagnet gekauft und wir kaufen noch Kleinigkeiten in einem Supermarkt ein.

Pünktlich, als wir im Bus sitzen, fängt es an zu regnen. Da hatten wir ja echt Glück.



Zurück in der Kabine machen wir uns etwas frisch und gehen Essen.


Wir haben noch Durst auf etwas Kaltes und so suchen wir die Eisbar auf. Es regnet, wir sitzen allein draußen an Deck und genießen es trotzdem.


Nach einem gutem mal, soll man sich etwas ausruhen, also geht es zurück in die Kabine.

Als es wieder aufhörte, dachten wir, wir könnten noch etwas am Hafengelände spazieren gehen und entdeckten diese Location zum Fotografieren. Ich finde ja, die hübsche Lady ist sehr fotogen.






Am frühen Abend treffen wir uns wieder mit Sabrinas Eltern und plaudern ein wenig über den Tag und wir sind uns einig, dass uns Tallinn besser als Riga gefällt.





10.09.26 Helsinki, die Hauptstadt Finnlands

Die nächste Hauptstadt auf dieser Reise ist dran. Diesmal legen wir in Helsinki an.
Heute haben wir unseren ersten Ausflug zu viert.
Dieser führt uns zur Inselfestung Suomenlinna.

Hierbei handelt es sich um eine historische Seefestung auf mehreren Inseln vor Helsinki. Diese wurde ab 1748 unter schwedischer Herrschaft erbaut und ist seit 1991 UNESCO-Welterbe. Die Festung erstreckt sich über sechs befestigte Inseln. Auf den Inseln leben ca. 800 Menschen.

Der Ausflug startet erst um 10 Uhr, also heißt es heute nicht so früh aufstehen. Wir machen nach dem Frühstück noch einen kurzen morgendlichen Spaziergang.




Die Sporthalle auf dem Schiff

Wir gehen gemeinsam zu unserem Bus und treffen dort auf unseren Reiseleiter.



Präsidentenpalast

Oberstes Gericht

Nach einer kurzen Fahrt steigen wir am Marktplatz aus und laufen das kurze Stück zum Fähranleger. Hier bekommen wir direkt die Tickets für die Fähre ausgehändigt und auch die Info, von wo man den besten Blick ha



Upenski-Kathedrale

Helsinki Kathedrale






 



Na, wer versteckt sich da?



Auf der Insel angekommen, werden wir jetzt gemütlich über die Insel mit zahlreichen Stopps und Informationen geführt



Das erste "Hochhaus" Finnlands


So sah ein Großteil des Weges auf der Insel aus. Das war anstrengend für die Füße























Und jetzt kommen ein paar Bilder vom ältesten Trockendock Finnlands und einem der ältesten noch betriebenen Trockendocks der Welt.





























Finnlands erstes und einziges U-Boot



Unser Rundgang auf der Insel ist nun zu Ende und unser Guide lässt uns die Wahl: Wir können noch hier bleiben und die Insel weiter erkunden oder mit ihm zurück in die Stadt fahren.

Eigentlich wäre es noch toll gewesen, zum Beispiel das Kriegsmuseum zu besuchen, aber das Laufen hier war für uns recht anstrengend und wir wollen noch etwas von Helsinki sehen. Also fahren wir wieder mit der Fähre zurück zum Marktplatz. Auch der Rest der Reisegruppe entscheidet sich so.

Auf der Rückfahrt hängen wir alle vier ein wenig unseren Gedanken nach, da wir doch ein wenig enttäuscht sind. Wir hatten uns doch von der Festung etwas mehr vorgestellt, auch dass wir vielleicht in das ein oder andere Gebäude zusammen reingehen.

Auch stimmte für uns das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht. Die Fährfahrt war nicht teuer und die Insel hat keinen Eintritt gekostet. Wir hätten uns wohl im Vorfeld einfach besser informieren müssen.

Das ist der erste Ausflug, den wir bei TUI gebucht hatten, bei dem es uns so erging.



Am Marktplatz angekommen, hätten wir noch ca. 45 Minuten Freizeit, aber wir werden uns hier aufteilen. Sabrinas Eltern werden mit dem Ausflugsbus zurückfahren und wir werden noch etwas durch Helsinki laufen. Hierfür müssen wir nur kurz dem Guide Bescheid geben.

Bevor es soweit ist, schauen wir uns die Markthalle an und Sabrinas Eltern schauen sich die Marktstände davor an.






Bei diesen ganzen Leckereien konnten wir nicht widerstehen

Jetzt war es Zeit, dass wir uns von Sabrinas Eltern verabschieden. Wir essen an einem der Stände eine Portion Elch Hackbällchen. Es war wirklich lecker, aber die Preise wie in ganz Skandinavien recht hoch.


Das Rathaus von Helsinki

Dom zu Helsinki

Der Regierungspalast




Das Hauptgebäude der Universität

Irgendwie ist uns nicht mehr nach weiterer Stadtbesichtigung, also machen wir uns auf den Weg zum TUI-Shuttle-Bus. Wir kommen noch an einem Souvenirshop vorbei und an einem Supermarkt. Es werden noch der obligatorische Magnet und ein paar Süßigkeiten gekauft.
Als wir die Bushaltestelle finden, müssen wir zum Glück nicht mehr lange auf den Bus warten.

Zurück an Bord, ruhen wir uns etwas auf der Kabine aus und dann gibt es noch einen kleinen Snack im Mein Schiff Bistro.


Den restlichen Tag machen wir nicht mehr allzu viel und trinken mit Sabrinas Eltern zum Tagesausklang den einen oder anderen Cocktail.
Es war trotzdem ein schöner und ereignisreicher Tag.

11.09.26 Seetag Nummer 2

Heute steht der Tag für Ausruhen und Genießen.

Das ist auch nötig, die letzten Tage waren anstrengend und es gab viele neue Eindrücke zu verarbeiten.

Wir haben heute einen wunderbar sonnigen Tag. Nach dem Frühstück genießen wir eine ganze Zeit lang die herrliche Sonne auf dem Balkon und an Deck.
Auch Lesen kommt heute nicht zu kurz.









                    





Das Mittagessen nehmen wir heute in der Osteria ein. Das Essen sowie der Service waren hervorragend. Das einzige Ungünstige ist, wenn man den falschen Aufzug bzw. das falsche Treppenhaus wählt, muss man durch den Harbour Market laufen.



Am Nachmittag schauen wir uns einen Vortrag des Reisebüros an Bord über verschiedene Routen und einen über Sternennavigation an. Er war sehr lehrreich und unterhaltsam.




Der Tag wird wieder mit leckeren Cocktails abgeschlossen.
Herrlich, so ein entspannter Tag auf See!

12.09.26 Die Marienburg und Danzig

Dieser Halt führt uns diesmal nicht zu einer Hauptstadt, sondern zu der Hafenstadt Gdynia in Polen. Diese werden wir uns aber nicht ansehen, sondern ein Ausflug wird uns zur Marienburg (Weltkulturerbe und größte Backsteinburg Europas) und in die größere Stadt Danzig führen.





Der Ganztagsausflug im kleinen Kreis, also in einer kleineren Gruppe, startet schon um 08:15 Uhr, also heißt es früh aufstehen.

Wir frühstücken wieder im Mein Schiff Bistro. Das hat sich bei uns anscheinend als Standard-Frühstückslocation etabliert und Sabrinas Eltern bevorzugen das Atlantik.

Gemeinsam gehen wir zu dem Kleinbus. Das ist auch mal angenehm, mit einer nicht so großen Reisegruppe unterwegs zu sein.
Wir fahren los Richtung Marienburg und unser Guide Peter gibt uns schon einige Informationen zum Land und der Gegend, in der wir uns befinden. Die Fahrt zur Burg dauert ungefähr eine Stunde.
Das Wetter verspricht jetzt schon viel Sonne.

An der Burg angekommen, bekommen wir die Eintrittskarten und Peter übergibt uns, also die Reisegruppe, an eine Angestellte der Burg und die Führung beginnt.

Jetzt kommen einige Bilder von der Marienburg:























Natürlich gehen wir auch ins Innere der Burg.





Hier wurden den Geistlichen die Füße gewaschen






























Die damalige Heizung


Eingang zur Schatzkammer





Der Bart zeigte den Weg an und wie Weit es ist

Hier wurde das keine Geschäft erledigt





Die Kathedrale

































Wow, das war wirklich eine beeindruckende Burg und ein toller Rundgang. Ich denke, hier könnte man sich auch einen ganzen Tag aufhalten, aber nun ist es Zeit für die Weiterfahrt in die Innenstadt von Danzig.

Im Bus merkt man schon, dass alle die neuen Eindrücke verarbeiten. Es ist recht ruhig im Bus.

Um ca. 13 Uhr kommen wir in Danzig an und wir gehen erst einmal in ein Hotel-Restaurant, um polnisch zu Mittag zu essen. Wir sind schon richtig hungrig.





Als Vorspeise gab es noch zwei verschieden Sorten Schmalz und verschiedene Brot Sorten.

Pirogen mit Fleischfüllung

Apfelkuchen

Gut gestärkt konnte unser Rundgang durch die Stadt beginnen.









Das Grüne Tor- Das Stadttor am Eingang des langen Marltes








Das Rechtstädtische Rathaus



Der Neptunenbrunnen auf dem Langen Markt


Das Rechtstädtische Rathaus



Der Turm der Marienkirche


Wir besuchen auch eine alte Post, die noch in Betrieb ist





Das große Zeughaus


Marienkirche






Die königliche Kapelle





Am Ende unseres Rundgangs haben wir das Glück, beobachten zu können, wie diese Fußgängerbrücke eingefahren wurde, damit die Boote fahren konnten.

Ab hier haben wir noch 45 Minuten Freizeit. Wir gehen noch einmal in die Innenstadt und besorgen ein Souvenir im Hard Rock Café und den obligatorischen Magneten.













Das war wirklich ein toller, aber anstrengender Ausflug. Uns tun die Füße ganz schön weh und wir sind froh, dass es jetzt wieder zum Schiff zurückgeht.


In der Kabine angekommen, finden wir auf dem Bett die Eintrittskarten für die morgige Burlesque Show. Diese sind wirklich schön gestaltet und steigern die Vorfreude



Wir essen noch eine Kleinigkeit und schauen uns dann noch das Auslaufen an.










Das war wirklich das Highlight der bisherigen Reise. Angefangen von dieser riesigen und beeindruckenden Burg und abgerundet von dieser bezaubernden Stadt Danzig, die hübsche Bauten und  schön dekorierte Geschäfte besitzt. Dazu hatten wir traumhaftes Wetter.

Wir beenden diesen wunderbaren Tag früh, da wir richtig erledigt sind.

13.09.26 Seetag Nummer 3 und Fahrt nach Kopenhagen

Wir bleiben heute etwas länger liegen und freuen uns richtig auf diesen Tag zum Erholen auf hoher See.
Daher besteht heute der Tag aus Relaxen, etwas Spazierengehen und Lesen.
Leider ist heute auch das Wetter nicht so schön. Es ist windig und es regnet auch mal.







Heute Mittag waren wir mal im Atlantik essen und hatten das vegane Menü. Die Vorspeise und der Burger waren nicht so unseres. Auf dem Burger war eigentlich kein Belag drauf. Dafür war das Dessert richtig lecker. Sabrinas Eltern hatten Suppe und ein asiatisches Gericht als Hauptspeise. Das war besser.


Am Nachmittag haben wir noch Sandwiches am Pooldeck-Bistro probiert. Die waren sehr lecker.



Um kurz nach 17 Uhr machen wir uns schick für die Burlesque-Show, die um 18 Uhr im La Cage beginnt.
Am Eingang werden die Eintrittskarten kontrolliert, man bekommt direkt ein Getränk gereicht und man wird von Angestellten in Uniform zum Platz gebracht. Wir sitzen direkt in der ersten Reihe und bestellen erst einmal die für diese Show speziellen Cocktails. Auf dem Tisch steht auch etwas zum Knabbern.





Also, der Eintritt für diese Show hat sich wirklich gelohnt. Die Moderatorin hat toll gesungen und durch die Show geführt und die Tänzerinnen haben auch abwechslungsreiche Darbietungen gezeigt. Das war für uns die erste Burlesque-Show, aber sicher nicht die letzte. Dazu gab es noch wirklich gute Cocktails und die Location war auch angenehm.
Leider hat es wohl nicht allen gefallen. Denn das Paar neben uns hat die Show in der Pause verlassen und kam nicht wieder.

Sabrinas Eltern sind dann ins Atlantik essen gegangen und wir ins Mein Schiff Bistro. Die Cocktails hatten es in sich und das merken wir jetzt auch gut. Das war dann echt lustig. Wir sind dann noch kurz an die frische Luft gegangen, um dem etwas entgegenzuwirken.

Bevor der Seetag endet, erleben wir noch etwas Besonderes. Die Relax muss auf ihrem Weg nach Kopenhagen unter der Großen-Belt-Brücke durchfahren. Dafür müssen einige Teile des Schiffes eingeklappt werden, damit sie unter der Brücke hindurchpasst. Viel Platz ist dabei jedenfalls nicht mehr – wir hören, dass am Ende nur noch ungefähr 2,5 Meter Abstand zur Brücke bleiben. Insgesamt hat die Brücke eine Durchfahrtshöhe von 65 Metern.




















14.09.26 Königliches Kopenhagen

Heute erreichen wir unseren letzten Hafen, an dem wir auch über Nacht liegen bleiben werden.
Daher wird das Schiff auch erst gegen 9 Uhr anlegen. Unser Plan ist es, heute individuell zu viert von Bord zu gehen und dafür den TUI-Shuttle zu verwenden.
Aber erst einmal muss eine Stärkung für den Tag her. Wie immer geht es ins Mein Schiff Bistro..





Diesen Anblick zum Frühstück werde ich vermissen.


Das Schiff wird pünktlich freigegeben und wir nehmen den ersten Shuttle. Wir wollen so dem Gewusel in der Stadt entgehen.
Die Fahrt dauert ungefähr eine halbe Stunde und der Bus hält zentral hinter Schloss Rosenborg.
Dennoch markieren wir uns die „Bushaltestelle“ in Google Maps zur Sicherheit, sodass wir leichter zurückfinden würden.
Wir laufen dann auch direkt durch den angrenzenden Park, der sehr weiträumig ist und uns gut gefällt.

Schloss Rosenborg














Heute Vormittag ist es echt frisch und wir sind froh, die Jacken anzuhaben.
Nun verlassen wir den Park und laufen einfach erst einmal weiter. Wir haben keinen Plan und schauen einfach, wohin es uns verschlägt. Wir haben erst einmal nur ein Ziel: die Kleine Meerjungfrau. Auf dem Weg dorthin sehen wir einige interessante Gebäude.

Moltke's Mansion


Odd-Fellow-Palais

Der Dom von Kopenhagen





Schloss Amalienborg









Oper





Schauspielhaus

Auf dem Weg entdecke ich einen großen Souvenirshop mit einer erstaunlich großen Auswahl. Da ist die Entscheidung nicht leicht.






König Frederik IX



Irgendwann erreichen wir das Objekt der Begierde: die Kleine Meerjungfrau.

Eigentlich geht es von der Anzahl der Menschen, die sich aktuell hier befinden. Aber die, die da sind, turnen vor der jungen Dame auf den Steinen herum, um ein schönes Selfie oder Pärchen Bild zu bekommen, sodass es schwierig wird, ein Bild ohne Menschen darauf zu bekommen.




Sabrinas Eltern äußern den Wunsch, zum Schiff zurückzukehren. Wir begleiten sie bis zur Bushaltestelle des Shuttle-Busses und ab hier trennen sich jetzt unsere Wege. Wir wollen noch etwas Kopenhagen erkunden.

Diesmal gehen wir nicht durch den Park, sondern in Richtung Innenstadt.
Als Erstes kommen wir bei einer nett aussehenden Bäckerei vorbei und wir lassen uns kurz beraten. Wir entscheiden uns für ein typisches dänisches Gebäck, eines, das sehr oft gekauft wird, und eine Rumkugel.
Ein Gebäckstück wird direkt vor dem Laden verzehrt. Sehr lecker. Die anderen werden für später aufgehoben.

Hier gibt es einige interessante Geschäfte wie den Badeenten-Laden oder Build-A-Bear.
In Letzteren gehen wir mal rein und schauen uns um. Hier nutze ich die Gelegenheit, um die Verkäuferin zu fragen, wie wir nach Nyhavn kommen. Anscheinend spreche ich undeutlich oder einfach das Wort falsch aus. Mit Hilfe von Google Maps versteht sie dann auch, was ich meine. Das ist eine bekannte Sehenswürdigkeit mit bunten Häusern am Wasser, die ich gerne sehen würde.
Der Weg dorthin hört sich erst einmal nicht kompliziert an. Eins vorweg:
Ich habe so gut wie keinen Orientierungssinn, nur manchmal klappt es mit Hilfe von Google Maps. Jetzt beginnt die Suche nach dem mysteriösen Nyhavn.






Dieser Turm ist ein Wahrzeichen Kopenhagens. Eine Spiralförmige Rampe führt hinauf






Schloss Christiansborg



Und ab hier merken wir irgendwie, dass der Weg nicht stimmen kann, denn es fühlt sich zu weit ab vom Schuss an. Also frage ich eine Passantin nach dem Weg und wieder das gleiche Spiel: Sie versteht mich nicht. So langsam werde ich echt zickig und überlege, ob wir in die Innenstadt zurückgehen. Ich habe Hunger, die Füße tun weh. Fehlt nur noch, dass ich auf Toilette muss.

Sabrina will nicht aufgeben und sieht Touristen mit Stadtplan nach unten gehen und meint, da gehen wir jetzt auch lang. Ich lasse mich überreden. Unten angekommen, gehen wir nach links und über die Straße. An der nächsten Bank wird eine Pause gemacht.

Als ich schon ansprechen wollte, dass ich nun wirklich keine Lust mehr habe, kommt ein Paar, das wir auch schon in Helsinki getroffen haben und das auch bei unserer Kreuzfahrt dabei ist. Sabrina spricht sie einfach an, ob sie die Sehenswürdigkeit kennen und ob sie wissen, wo sie ist. Die beiden: Ja, klar, von dort kommen wir her und es ist nur ca. 300 Meter von hier. Wir schauen etwas ungläubig und können es kaum fassen. Im Gegenzug können wir ihnen den Weg in die Innenstadt erklären.

Die paar Meter packen wir jetzt auch noch.








Wir laufen an den Häusern entlang und schauen, ob wir hier etwas essen wollen. Sabrina würde gerne mal Smørrebrød probieren, also die typisch dänischen belegten Brote. Hier an den Restaurants sieht die Auswahl der Brote an jedem Restaurant gleich aus und ist mit Fisch. Und wir mögen ja bekanntlich nicht wirklich Fisch. Die Restaurants sagen uns alle nicht zu, aber hier gibt es einen der vielen Hot-Dog-Stände. Also holen wir uns einen und essen den hier am Wasser. Die sind lecker, aber nicht leicht zu essen, ohne sich zu bekleckern. Ich bin ganz stolz auf mich, dass ich es ausnahmsweise geschafft habe.

Im Endeffekt hat es sich nicht gelohnt, hierherzukommen, aber wir sind dennoch froh, es durchgezogen zu haben.
Jetzt machen wir uns aber wirklich auf den Rückweg zum Schiff.




Ich weiß gar nicht mehr genau, welchen Weg wir zurück zur Haltestelle des Shuttles genommen haben. Wir waren nur froh, als wir im Bus saßen und zurück zum Schiff fuhren.

Wieder zurück an Bord, haben wir uns in der Kabine ausgeruht und die Füße hochgelegt. Wir hatten ungefähr 14 km auf der Uhr, die wir durch Kopenhagen gelaufen sind.

Der Hot Dog hat nicht lange angehalten und daher essen wir noch eine Kleinigkeit am frühen Abend im Harbour Market.

Dann treffen wir uns noch zum Plaudern mit Sabrinas Eltern in der D4 Lounge. Wir besprechen auch die Aktivitäten für den morgigen Tag. Die beiden möchten morgen nicht noch einmal in die Stadt, wir wissen es noch nicht und entscheiden dann morgen spontan.

Dann schneiden wir schon mal das Thema Abreise übermorgen an und entscheiden, den Morgen in Kiel doch nicht so gemütlich angehen zu lassen. Das heißt, wir werden das Schiff eher gegen 7 Uhr anstatt gegen 9 Uhr verlassen. Wir haben ja ein flexibles Bahnticket und buchen uns nur eine neue Reservierung für einen Zug um 08:15 Uhr.

15.09.26 Kopenhagen Teil 2 oder Wie?

Wir haben uns einen Wecker gestellt und überlegen bzw. diskutieren, wie wir den heutigen Tag gestalten können. Seit dem anstrengenden Tag gestern hat Sabrina Knieschmerzen und ich bin auch etwas erschöpft. Außerdem sieht das Wetter etwas trüb und windig aus. Das motiviert uns nicht gerade für eine schnelle Entscheidungsfindung.

Unsere Möglichkeiten wären:

  • den Hop-on-Hop-off-Bus zu nutzen → finde ich mit 33 € pro Person recht teuer und die meisten Sehenswürdigkeiten haben wir gestern bereits gesehen.
  • einfach wieder den Shuttle nehmen und kurz in die Innenstadt fahren und noch etwas bummeln, da es uns dort ganz gut gefallen hat → aber alle Mann an Bord ist um 13:30 Uhr und der Shuttle kostet wieder 18 € pro Person.
  • einfach entspannt auf dem Schiff bleiben.

Irgendwie sind wir in einer komischen Stimmung und können uns für nichts so recht begeistern und entscheiden uns für die letzte Möglichkeit. Ohne Stress die Reise abschließen.

Wir bleiben noch etwas länger liegen. Geben Sabrinas Eltern Bescheid, dass wir auch hier bleiben, und packen schon mal das zusammen, was wir nicht mehr benötigen.

Zum Mittagessen gehen wir wieder zu viert zu dem Italiener an Bord, da er uns so gut gefallen hat.



Die Magnetausbeute der Reise

Und hier mal unsere Kabinenbesucher, die uns nach dem Kabinen betreten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben.


Wir sind zum Abschied noch etwas durchs Schiff gebummelt und natürlich auch an Deck spazieren gewesen.

Den Abend verbringen wir ein letztes Mal mit Sabrinas Eltern und trinken noch gemeinsam zum Abschied einen Cocktail in der D4 Lounge, da der Abschied morgen kurz ausfallen wird.

Ein wenig Wehmut kommt auf, aber auch die Freude auf zu Hause und auf unseren Balou.

16.09.2026 (Kiel) und die Abreise

Wir mögen Abreisetage nicht so gerne und versuchen, an den Tagen so früh und schnell wie möglich loszukommen. Ich kann einfach nicht in Ruhe die Zeit genießen oder den Ort, wenn ich weiß, ich muss zu einer bestimmten Zeit abreisen bzw. es steht eine lange Fahrt an.

Die Schiffsfreigabe ist heute für 06:30 Uhr vorgesehen, also wird der Wecker eine Stunde vorher klingeln. So haben wir in Ruhe Zeit, uns fertig zu machen, die letzten Sachen zu packen und noch eine Kleinigkeit zu frühstücken.

Danach gehen wir schon mal mit den Koffern runter. So früh sind nur wenige andere Passagiere unterwegs und so stören wir nicht mit unseren Koffern oder blockieren die Aufzüge.

Wir gehen zum TUI-Shuttle, der für uns mit dem Abreisepaket kostenlos ist, und fahren zum Bahnhof. Die Fahrt dauert keine 10 Minuten und wir werden direkt vor dem Bahnhof rausgelassen.

Wir sind zwar viel zu früh dran, aber das macht nichts. Wir kaufen uns noch etwas zu essen und zu trinken für die Fahrt.

Der Zug steht schon 20 Minuten vor Abfahrt bereit. Die Deutsche Bahn kann also auch mal zu früh da sein.

So können wir uns ohne Gedrängel unseren Platz suchen und unser Gepäck verstauen.

Die Fahrt verläuft relativ ruhig. Relativ, weil zwei Geschäftsreisende mit ihren Geschichten fast den ganzen Waggon unterhalten haben. Eine Frau hat dann aber die beiden darauf aufmerksam gemacht, dass es sich hier um das Ruheabteil handelt und es nett wäre, wenn sie sich etwas leiser unterhalten würden. Das hat doch tatsächlich geholfen.

In Hannover kommen wir an und müssen eigentlich nur ans gegenüberliegende Gleis, um umzusteigen. Aber die Bahn wäre nicht die Bahn, wenn alles glatt laufen würde.

Aktuell werden genau an diesem Gleis, wo wir stehen, alle Anzeigetafeln abgebaut.

Nun gut, mit Hilfe der DB-Navigator-App können wir ja sehen, in welchem Abschnitt unser Zug hält.

Die Durchsagen sind teilweise unverständlich oder schlicht falsch.

Auf einmal kommt hier Bewegung in die Wartenden, denn ein Zug auf dem anderen Gleis fährt ein, der auch nach München fährt. Also bewegen sich alle von Gleis vier auf drei.

Ich traue dem Frieden nicht, denn in der App steht noch Gleis vier. Ich sehe eine Schaffnerin und renne so schnell, wie mich meine kurzen Beine tragen, hin.

Ich nenne ihr unsere Zugnummer und sie meint, das ist nicht der Zug. Unserer fährt auf Gleis 4.

Also begeben wir uns dorthin, wo wir vor Kurzem noch standen, und beobachten das Schauspiel, wie alle anderen das auch tun.

Der Zug kommt fast pünktlich und wir sind heilfroh, wenn wir drin sitzen.

Die restliche Fahrt passiert nicht mehr allzu viel und wir kommen mit ca. 15 Minuten Verspätung in Nürnberg an.

Jetzt noch ein Stück mit U-Bahn und Bus fahren und wir sind nach gut 6,5 Stunden Reisezeit endlich zu Hause.

Es werden nur kurz die Koffer abgestellt und wir werden freudig von Balou begrüßt.

Fazit

Ich versuche mich bei diesem neuen Schiff und der Reise an einem ausführlicheren Fazit. Ich hoffe, ich finde die passenden Worte.

Route

Die Route war eigentlich ein Traum. In die meisten Städte wollten wir schon immer und auch immer ein paar Tage, bis auf Danzig. Diese Stadt hatten wir nicht auf dem Schirm und der Tag hat uns am besten gefallen.

Alle anderen Städte waren okay und nett, aber haben uns irgendwie nicht so gepackt. Ich kann gar nicht festmachen, woran es wirklich lag. Vielleicht an dem trüben Wetter, an den zu hohen Erwartungen oder manchmal ist es einfach so?

Aber das Baltikum und Skandinavien sind auf jeden Fall sehenswert. Vor allem auch die Unterschiede sind interessant. Und auch mal etwas raus aus den Städten zu fahren, lohnt sich.

Eine Sache, die vielleicht auch als Hinweis noch erwähnenswert ist, aber keinen Einfluss auf die Reise hat und sich von anderen Fahrtgebieten unterscheidet: In jedem Hafen standen Kriegs- bzw. NATO-Schiffe. Das ist natürlich der politischen Lage geschuldet, aber ein bisschen ein komisches Gefühl ist es schon.

Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück. Außer einmal Regen war es trocken und es war sogar etwas Sonne dabei. Aber für eine Schönwettergarantie um diese Zeit muss man dann wirklich eine andere Region oder Zeit wählen.

Wir gehen ja immer mal in Supermärkte und nehmen uns verschiedene Leckereien mit. Das sind meist Süßigkeiten, vor allem das, was es bei uns nicht gibt. Diesmal waren wir in fast jeder Stadt in einem Supermarkt oder Kiosk und haben eine Kleinigkeit besorgt. Das ist wirklich toll, so kann man im Nachhinein in köstlichen Erinnerungen schwelgen.

Das Schiff

Die Relax wurde ja erst 04/2025 in Dienst gestellt und ist daher noch recht neu, aber sie ist auch recht umstritten und da gibt es meiner Meinung nach diese Gründe:

  • Das Konzept hat sich etwas geändert. Der ganze Restaurantbereich ist offener gestaltet, der Pool liegt ein Deck höher und das Design ist …
  • Dann die Anzahl der Passagiere und die Größe des Schiffes. Hier passen ja ca. 4.000 Gäste drauf und das gab es bisher bei TUI Cruises noch nicht.

Zusammenfassend kann man sagen, es unterscheidet sich von den anderen gewohnten Schiffen.

Am Anfang war die Orientierung wirklich etwas schwieriger, aber das wurde von Tag zu Tag besser.

Ich finde das Design modern und gelungen, mit kleinen Schwächen. Diese sind aber nicht dramatisch. Mir gefallen vor allem die verschiedensten Sitzmöglichkeiten auf den Außendecks, die nicht nur aus den Standardliegen bestehen.

Was wir beide schade finden: So richtig schön ohne größere Unterbrechungen kann man das Schiff nur auf Deck 5 umrunden.

Was aber wirklich fehlt, ist die Kunstgalerie. Auch wenn wir nie etwas gekauft haben, hat es doch Spaß gemacht, einfach durchzuschlendern.

Die Kabine

Unser Zuhause auf Zeit hat uns auch diesmal wieder gut gefallen. Die Kabine ist schlicht, aber sehr hell.

Der Stauraum in den Schränken ist mehr als ausreichend und gut nutzbar.

Als eine gute Neuerung empfinden wir, dass die Dusche etwas größer ist.

Auch die USB-C-Lademöglichkeiten sind praktisch.

Die Betten waren wieder sehr bequem und die Housekeeping-Feen waren herzlich und haben einen tollen Job gemacht.

Für alle, die Kabinen nebeneinander haben: Ihr könnt die halbe Balkonabtrennung öffnen lassen, sodass sich ein größerer Balkon ergibt.


Auch die Restaurantauswahl ist abwechslungsreich und gut. Das ist eben ein Vorteil an dieser Schiffsgröße.

An Seetagen waren wir meist mittags essen und abends eine Kleinigkeit im Harbour Market.

Das Sur Mer Bistro ist eine Bereicherung und wirklich empfehlenswert. Auch im so häufig negativ bewerteten Griechen hat es uns gut geschmeckt. Das Essen hätte nur etwas wärmer sein können. Die Einrichtung und der Service waren angenehm.

Die Speisen in der Osteria waren gewohnt spitze. Vor allem die Pizzen sind mega lecker.

Leider waren wir vom Atlantik nicht so begeistert. Unser gewähltes veganes Menü war nicht so gut. Vielleicht hatten wir nur Pech. Sabrinas Eltern waren abends im Atlantik essen und fanden es sehr gut.

Wir mögen die größere Auswahl im Harbour Market. Hier gibt es auch eine Pasta-Station.

Wir haben immer im Mein Schiff Bistro gefrühstückt und auch mal abends eine Kleinigkeit gegessen. Hier gibt es jeden Tag ein anderes Ländermotto. Das finden wir toll. Sabrina gefällt nicht, dass das Mein Schiff Bistro quasi durch das Atrium räumlich aufgeteilt ist, ich dagegen finde die Aussicht beim Frühstücken aus den großen Fenstern toll.

Was ich ein wenig schade fand: Manche Passagiere setzen sich zum Kartenspielen in Restaurants, ohne etwas zu essen. So blockieren sie eben Tische für andere, die dort essen möchten.

Nun zu den Bars. Hier können wir nichts Negatives sagen. Die Barkeeper waren gut drauf und die Cocktailqualität war gewohnt hervorragend. Wir hatten auch bei diesem Schiff Barkeeper, die uns wiedererkannt haben.

Am besten hat uns die D4 Bar gefallen. Das war auch die Bar, in der wir uns am meisten aufgehalten haben. Andere haben wir natürlich auch besucht.

Wir haben zwar nicht viele Veranstaltungen besucht, aber die Auswahl ist gefühlt größer und besser als bei unseren anderen Reisen.

Besonders hervorheben möchte ich die Lektoren. Diese haben interessante Vorträge gehalten und waren eine gute Abwechslung an Seetagen.

Das Theater auf der Relax wirkt offener als auf den anderen Schiffen. Dass man Getränke mitnehmen durfte, finde ich einen Pluspunkt.

Die Stimme des Schiffes, Sebastian Sande, ist sehr sympathisch und hat das gut gemacht. Kapitän Vito ist ein cooler Kapitän und hat immer interessante nautische Infos gegeben. Schade ist, dass man die Durchsagen nicht mehr auf der Kabine hört.

Zwei Dinge, die uns auch bei dieser Reise aufgefallen sind und die nicht unbedingt etwas mit der Relax zu tun haben: Die Bordfotografen müssen unbedingt geschult werden. Da kann jeder Laie besser fotografieren. Das Personal an der Rezeption wirkte gelangweilt, desinteressiert und etwas inkompetent.

Das Gefühl hatten wir bei unseren beiden anderen Reisen auch.

Der Altersdurchschnitt bei dieser Reise war gefühlt höher als bei unseren anderen Kreuzfahrten. Das hat uns überhaupt nicht gestört. Nur hatten wir eine Notevakuierung am ersten Seetag und zwei Notfälle an Bord. Das ist schon ein komisches Gefühl.

Die Stimmung an Bord war sehr positiv und die Gäste waren freundlich und gut gelaunt.

Trotz dass das Schiff ausgebucht war, haben wir es nie als zu voll oder auch zu wuselig empfunden und immer einen Platz gefunden.

Und wenn man ehrlich ist, ist der größte Nachteil des Schiffes allgemein bzw. aller Schiffe dieser Größe, dass sie meist nur die Möglichkeit haben, an Häfen anzulegen, die weiter außerhalb liegen und dann Industriehäfen sind.

Wir würden die Relax trotz der Schwächen wieder buchen.

Die nächste Reise ist bereits gebucht und wir haben wieder ein Jahr Vorfreude.


















10 Tage zeitlose Ostsee, hyggeliges Kopenhagen ab/bis Kiel vom 06 - 16.0926

Wer diesen Blog verfolgt, erinnert sich vielleicht noch, dass wir diese Reise auf der letzten Kreuzfahrt gebucht hatten, also bereits ein Ja...